Dauerfeier für Hajusom

25. August 2014 10:15 Uhr
Publikumserfolg  „das gender_ding“ – mit Hajusom und dem Nachwuchs Neue Sterne

Publikumserfolg „das gender_ding“ – mit Hajusom und dem Nachwuchs Neue Sterne

Interview: Oliver Törner | Foto: Saskia Gottstein

Hajusom wird 15 Jahre alt – und feiert gleich ein ganzes Jahr lang. Eines der Highlights: am 7.9.2014 erhält das transnationale Hamburger Performance-Projekt den renommierten Max-Brauer-Preis. GODOT gratuliert und fragt nach.

Das Jubiläumsjahr von Hajusom füllt sich: mit einem Festival im November, einer Buch-Veröffentlichung, einem Austausch mit Burkina Faso und nun der Verleihung des Max-Brauer-Preises. Der mit 20 000 Euro dotierte Preis ehrt Akteure, die das kulturelle, wissenschaftliche oder geistige Leben Hamburgs mit ihrem Engagement prägen. „Das Ergebnis der Arbeit von Hajusom ist faszinierend. Der Verein ist ein außergewöhnliches Beispiel von individuellem Engagement – sowohl der Initiatorinnen als auch der sozial meist im Abseits stehenden, aber hoch motivierten Jugendlichen. Dieses Hamburger Projekt hat Vorbildfunktion und ist deshalb ein würdiger Max-Brauer-Preisträger“, erklärt Cord Sürie vom Max-Brauer-Preiskuratorium.

Mehr als 200 junge Menschen unterschiedlicher Herkunft haben zusammen mit den Initiatorinnen und künstlerischen Leiterinnen Ella Huck und Dorothea Reinicke die Identität von Hajusom seit dem Gründungsjahr 1999 geformt. Gemeinsam mit international anerkannten Musikern, Dramaturgen, Philosophen, Theaterleuten und bildenden Künstlern sind zahlreiche, preisgekrönte Produktionen entstanden.

GODOT stellte Hajusom 15 Fragen zum Geburtstag. Dorothea Reinicke hat sie beantwortet.

Gab oder gibt es Vorbilder für Hajusom?
Als wir Hajusom vor 15 Jahren gründeten, gab es unseres Wissens keine vergleichbare Performancegruppe oder ein Kunstprojekt, das wie wir mit jungen Geflohenen professionell künstlerisch arbeitet; und – je länger wir dabei blieben – das vor allem über den Zeitraum von Jahren seine Mitglieder kontinuierlich begleitet. Das ist bis heute so. Es gibt zwar mittlerweile eine Vielzahl von Projekten, auch an großen Theaterhäusern, die das Thema Migration und Flucht spätestens seit Lampedusa für sich entdeckt haben und dazu spezielle Formate entwickeln; aber das sind temporäre Projekte, die nach ein paar Monaten abgeschlossen sind.

Ist die Anleitung zu Performing Arts eine etwas andere Form von Sozialarbeit?
Wir arbeiten als Künstlerinnen mit den jungen PerformerInnen, es ist das, was wir gelernt haben. Und das ist auch der Schlüssel, um ihr Vertrauen zu gewinnen, dass sie sich in ihren künstlerischen Talenten und Ausdrucksfähigkeiten gefordert fühlen. Zudem basieren bei uns die künstlerischen Prozesse auf kollektiven Arbeitsweisen, in denen gleichberechtigten Kommunikationsweisen praktiziert werden, was für alle Beteiligten, auch für uns als Leiterinnen, von großer Bedeutung ist. Wenn soziale Arbeit meint, solche Dialogformen auch in öffentlich wahrgenommenen und anerkannten Kunstprojekten zu praktizieren und weiter zu entwickeln, dann ist die Frage nicht nur mit ja zu beantworten, sondern dann sind hier einmal mehr die entsprechenden Schubladen „Kunst“/ „Soziale Arbeit“ gesprengt. Die Frage hätte auch lauten können, ob Anleitung / Praxis von Performing Arts womöglich eine etwas andere Form von politischer Arbeit sei – auch diese Kategorie befindet sich bei Hajusom auf einer offenen Schnittfläche und nicht im gesonderten Kästchen.

Haben die Jugendlichen, die zu Hajusom kommen, nicht ganz andere Unterstützung nötig als Performing Arts?
Ja, haben sie und die bekommen sie bei Hajusom auch. Ganz konkret den Kontakt zu einem guten Anwalt, zu PsychologInnen, Hilfe bei der Vermittlung zu einem Praktikumsplatz usw. – all diese Dinge leistet Hajusom mit seinem über die Jahre gewachsenen Netzwerk neben der künstlerischen Arbeit auch. Aber wegen all ihrer oft mit Stress, Diskriminierung und Frustration verbundenen gesamten Lebensumstände hier brauchen sie dann allerdings auch und vor allem einen Ort, wo es um etwas ganz anderes geht: nämlich um Kunst!, und das bedeutet bei Hajusom zugleich: Spaß, Freundschaften, Familienleben, Reisen, Herausforderungen, Perspektive usw. usw.

Ist der soziale Aspekt der Arbeit auch eine Grundlage des Erfolgs in der Öffentlichkeit?
Wir glauben, dass der Erfolg des Projekts in den Produktionen, die gemeinsam entstehen, begründet liegt, das heißt ganz konkret in unserer künstlerischen Arbeit, die über die Jahre einen bestimmten Stil, eine bestimmte Formensprache entwickelt hat. Darüber hinaus ist für das Publikum bei allen Hajusom-Produktionen ein ähnlicher Spirit zu spüren, in dem sich eine visionäre Kraft vermittelt: da ist eine Gruppe sehr vieler verschiedener Menschen mit unterschiedlichen speziellen Fähigkeiten zusammengekommen, die sich über lange Produktionszeiträume von bis zu zwei Jahren interdisziplinär, solidarisch und in großer Offenheit der Produktion von Kunst verschrieben haben – solche Bedingungen sind außerordentlich und erzeugen eine besondere Qualität der Arbeit, die sich gleichermaßen durch Tiefe und Leichtigkeit auszeichnet. Natürlich ist auch der inhaltliche Aspekt wichtig: Egal, ob das Thema einer Performance direkt mit dem Thema Migration zu tun hat oder nicht – die individuellen Erfahrungen der DarstellerInnen fließen indirekt immer in eine Produktion ein und machen deren aktuelle Relevanz neben der ästhetischen Umsetzung mit aus. Dieser „impact“, diese Kraft der Performances trifft dann ein Publikum, das unabhängig von Alter, „Hintergrund“ oder „Klasse“ begeistert reagiert, sich ebenfalls öffnet und eine Energie mit den Menschen auf der Bühne teilt, die etwas Neues, Kämpferisches und Hoffnungsvolles in sich trägt.

Welche äußeren Hindernisse mussten anfangs besonders überwunden werden?
Vor allem finanzielle. Obwohl wir von Anfang an sowohl großen Erfolg in der Öffentlichkeit als auch in der individuellen Begleitung unserer PerformerInnen bei der Entwicklung ihrer Zukunftsperspektiven hatten, also hervorragend Berichte über all diese komplexen Prozesse schreiben konnten, war die Finanzierung unserer Arbeit vor allem wegen ihrer – notwendigen – Kontinuität extrem mühsam und teilweise zermürbend. Die Förderstrukturen sind auf temporäre Projekte ausgerichtet, die Behörden der Stadt kooperierten lange Zeit nicht miteinander, eben wenn es darum ging, ein Projekt zu unterstützen, das sowohl künstlerische als auch soziale Aspekte abdeckt: den einen waren wir zu sozial (weil „Laien“ agierten), die anderen meinten, das sei ja nur Kunst, was wir machen … – zum Glück hat sich das in den letzten drei Jahren verbessert, u.a. wohl auch, weil wir 2011 den Innovationspreis des Fonds Soziokultur gewonnen haben und renommierte Festival-Einladungen erhielten.

„Es erfüllt uns mit großer Freude zu sehen, wie sich Hajusom in den letzten 15 Jahren entwickelt hat. Hajusom hat viele starke Persönlichkeiten gefördert, viele Performer und Performerinnen sind gemeinsam mit dem Projekt erwachsen geworden. Wir haben mit unserem transnationalen Ensemble immer wieder neuartige Formate auf nationale und internationale Bühnen gebracht und viel mehr erreicht, als wir es uns je erträumt hatten“, so Ella Huck, eine der Künstlerischen Leiterinnen von Hajusom. Was hatte sie sich denn erträumt?
Korrektur: Wir hatten es uns erträumt. Und auch daran geglaubt, dass die Zeit jetzt da ist für genau diese Form von Performance-Theater mit diesen Akteuren. Allerdings sind wir zwischendurch von Zweifeln erschüttert worden, ob wir es schaffen, das Projekt durchzukämpfen, bei so viel Zittern um seine Existenz. Dass wir jetzt mit einem Projekt dastehen, das nicht nur aus dem Ensemble Hajusom besteht, sondern auch aus einer Nachwuchsgruppe NEUE STERNE (die gerade erfolgreich ihre erste abendfüllende Produktion „das gender_ding“ auf Kampnagel vor ausverkaufter Halle gezeigt hat), einer Musikgruppe, einer Jungs-Tanzgruppe, einer Gruppe, die sich der Kunst des Kochens widmet – und dass all das (und es ist noch nicht alles erwähnt) in erweiterten und selbst ausgebauten Räumlichkeiten im Bunker an der Feldstraße regelmäßig stattfindet – das war so genau im Traum nicht vorgesehen.

Vom Elbkulturfonds kamen 64 000 Euro Förderung für IF WE RULED THE WORLD – Festival und Transformationscamp. Was wird das und wann kommt es?
Eine große „Gala-Performance“ mit einem Best of Hajusom und neuen Sequenzen, wie etwa Choreografien, die mit dem Tänzer Taigué Ahmat aus dem Tschad entstanden sind. Die Performance mündet in die Inszenierung eines „Dinner for All“, zu dem das gesamte Publikum eingeladen ist, mit Speisen aus der Hajusom-Küche und weiteren Darbietungen; es wird eine begehbaren Raum-Installation zu den Migrationsbewegungen von Hajusom-Akteuren mit integrierten Audio- und Video-Stationen und live-Performances geben und eine Konferenz u.a. mit Beiträgen zur Relevanz transnationaler künstlerischer Arbeit, Geld und Macht/Critical Whiteness; außerdem Kino, mit Filmen über die Arbeit von Hajusom in 15 Jahren, Konzerte, Party, Wiederaufnahmen, eine Kunstaktion im Freien usw. – alles vom 28. bis 30. November 2014 auf Kampnagel.

Wie ist der Kontakt zu Hamburger Theatermachern?
Wir kooperieren seit Jahren mit einigen Hamburger TheatermacherInnen, RegisseurInnen ChoreografInnen, wie Katharina Oberlik oder Friederike Lampert und Can Gülec, die dann produktionsbezogen Teil des Teams sind. Wir teilen uns Probenräume mit dem Theater „Meine Damen und Herren“ der Stiftung Alsterdorf, die ebenso wie wir mit Kampnagel koproduziert, arbeiten manchmal mit Teilen der Gruppe auch in Produktionen mit ihnen zusammen, wie in der laufenden Spielzeit mit einem Kindertheaterstück „Gans der Bär“. Wir verstehen unsere gemeinsam genutzten Räumlichkeiten als integrative Produktionsstätte für Performance-Kunst. Hajusom ist Mitglied im Dachverband Freier Theaterschaffender, dort allerdings nicht in vorderster Reihe aktiv.

Wieso zielt Hajusom auch auf überregionale und internationale Bühnen?
Wir glauben, dass unsere Produktionsweisen und die entstehenden Formate auf Grund der besonderen Konstellation der jungen Performer – fast alle people of color – und aller Beteiligten, oft internationalen KünstlerInnen inhaltlich und ästhetisch für sehr viele Menschen von großem Interesse sind. Dieses Interesse möchten wir bedienen und auch unsere Expertise weitergeben, weswegen wir etwa in Festival-Zusammenhängen unsere Arbeit präsentieren und auch Workshops geben: übrigens von unseren PerformerInnen geleitet, nicht von den künstlerischen Leiterinnen. Außerdem kooperieren wir gerade zum wiederholten Male mit KünstlerInnen aus den Herkunftsregionen unserer Performer: Wir werden über Neujahr mit dem Ensemble zwei Wochen in Burkina Faso sein, um dort eine Work-in-Progress-Produktion mit jungen KünstlerInnen aus Ouagadougou zu starten, die im März 2015 auf Kampnagel zu Ende gestellt und präsentiert werden wird; ein von der Kulturstiftung des Bundes finanziertes Projekt, das alle Mitfahrenden sehr bewegt und begeistert und das auch so ein Traum ist, der nun realisiert werden kann.

Was schätzen die Jugendlichen an Hajusom besonders?
Ihre entsprechenden Statements können auf der Startseite unserer Site hajusom.de nachgelesen werden. Ein paar Beispiele, die ich im Kopf habe: Dass man sein Heimweh vergisst, dass es eine zweite Familie ist, dass man hier kein Flüchtling mehr, sondern Künstler ist. Ich schätze mal auch ein Grund könnte sein, dass man mit Hajusom super Parties machen kann; dass man um Autogramme gebeten wird; dass wir zusammen verreisen. Dass alle verantwortlich sind. Vielleicht auch, dass wir uns streiten und versöhnen können.

Welche Probleme ergeben sich bei der Arbeit mit Menschen mit sehr unterschiedlichen kulturellen Hintergründen?
Es ergeben sich eher Chancen, denn die Unterschiede sind ja per se kein Problem, erst recht nicht in der künstlerischen Produktion. Wenn bei uns Probleme und Konflikte auftauchen, werden sie in der Gruppe oder auch einzeln vor- und nachbesprochen und diskutiert, um Verhaltensweisen zu erklären und nachvollziehbar für alle zu machen. Es haben sich im Laufe der Zeit Rituale und Regeln entwickelt: der Kreis, in dem wir bei diesen Anlässen sitzen, das Sich-Zuhören und Aussprechen lassen, das Shakehands am Ende usw. All das ist Teil des Lern- und Wachstumsprozesses, in dem wir alle stehen, der die Arbeit bereichert und die Botschaft schärft. Dass es nämlich sehr viel mehr Schnittflächen zwischen den Menschen gibt als Gräben, die wirklich unüberwindlich sind. Wir haben uns bei unserer Bollyland-Produktion 2011 z. B. explizit mit den Grund-Emotionen beschäftigt – sie sind universal. Oder bei „Kinder Regenmacher“ (2004), wo es um wechselseitige kulturelle Zuschreibungen ging zwischen dem asiatischen und afrikanischen Teil der Gruppe: am Ende ergaben sich erstaunliche Erkenntnisse über angsteinflößende – vermeintliche – Unterschiede … Außerdem arbeiten wir bei NeueinsteigerInnen mit ÜbersetzerInnen aus dem alten Ensemble, die nicht nur die Sprache übersetzen, sondern auch die achtsamen Umgangsweisen bei Hajusom vermitteln – auch hier ergibt sich kein Problem, sondern einfach Menschlichkeit. Und meistens sind die verschiedenen Leute bei uns neugierig aufeinander und schotten sich nicht gegenseitig voneinander ab.

Führt der überregionale Erfolg mit Gastspielen und Touren nicht zu einer Überlastung der Jugendlichen; ist Hajusom für die Akteure mit ihren anderen Aufgaben in Schule und Beruf vereinbar?
Ja, es ist manchmal anstrengend für die Performer, besonders auch die täglichen Blockproben in den Ferien oder Endproben auf der Bühne. Gastspiele legen wir meist so, dass wir an Wochenenden reisen, damit möglichst keine Schultage versäumt werden. Lange Touren machen wir aus genau dem Grunde nicht. Bis auf den Aufenthalt in Burkina, wo wir erstmals zwei Wochen unterwegs sind; allerdings liegen die hauptsächlich in den Weihnachtsferien. Und generell ist es so, dass alle sich extrem auf Gastspielreisen freuen und es genießen, so lange zusammen zu sein und mal raus zu kommen. Für Geduldete gibt es ja noch immer die Residenzpflicht, wir holen für jeden Einzelnen Ausnahmegenehmigungen von der Ausländerbehörde ein. LehrerInnen unterstützen übrigens die Teilnahme ihrer SchülerInnen bei Hajusom sehr, auch wenn sie mal einen Tag fehlen. Und auch bei Ausbildung oder Job gibt es immer Lösungen. Also: sie wollen und können es vereinbaren.

Wohin geht die ästhetische Entwicklung?
Wir werden nach unserem Jubiläumsjahr als nächstes, großes Format etwas Neues entwickeln: eine Oper-Performance/O-per-formance. Wir verstehen dabei das Opernhafte der Produktion als ein Zeichen für die Einbeziehung sehr verschiedener Musikformen in das Performance-Konzept: wir möchten Arienhaftes und Ballettöses zitieren, mit westlichen Streichern und Elektro-Beats arbeiten ebenso wie mit traditionellen Instrumenten Asiens und Afrikas und entsprechend vielfältigen Gesängen und Sprechgesängen. Auch andere, für uns neue Formate sind in Vorbereitung: Mit unserer Text- und Musikwerkstatt werden wir ein Hörstück produzieren, mit der Kochgruppe Kabili Masala neuartige, transnationale Speisen kreieren und auf dem Festival IF WE RULED THE WORLD servieren …

Wo könnte Hajusom in fünf Jahren stehen?
Formulieren wir es mal als Wunsch: ,In einem internationalen Netzwerk von Performance-Kunst, um sein Konzept im Kontext sozialer Transformationsprozesse europa- und weltweit zu vermitteln; präsent auf Festivals, auf denen genreübergreifende Formate für alle Menschen präsentiert werden, denn das liegt uns wahrhaft am Herzen für ein Theater der Zukunft. Wir wünschen uns, im intensiven Austausch und in Zusammenarbeit mit KünstlerInnen zu stehen, die mit ähnlichen Arbeitsweisen produzieren, egal wo. Wir werden in diesen Aktivitäten übrigens von alten Hajusom-Mitgliedern gemanagt, die in unserem Büro, gemeinsam mit der jetzigen Projekt-Koordinatorin Julia zur Lippe, die Administration übernommen haben. Und eine erste Performance-Produktion kommt voraussichtlich auf Kampnagel oder im Thalia Theater zur Premiere, deren künstlerische Leitung von einer Hajusom-KünstlerIn übernommen wurde. Sie wird einen Preis für ihr Debüt erhalten.‘
Das ist natürlich ein fiktives Szenario – die Sache mit dem Preis insbesondere. Es würde allerdings dem Konzept und der Dynamik von Hajusom durchaus entsprechen, wenn es tatsächlich so oder ähnlich geschähe. Insofern möchte ich mich jetzt nicht auf den Namen der Künstlerin festlegen …

Im Winter 1998 wurde der erste Antrag auf Förderung bei der Kulturbehörde Hamburg bewilligt. Aus den Anfangssilben der ersten drei Jugendlichen HAtice, JUSef und OMid entstand der Name HAJUSOM! Was wurde aus den drei Namensgebern?
Hatice, eine Kurdin, wurde abgeschoben – kurz nach Antragstellung, noch bevor die erste Produktion begann. Jusef hat, obwohl er zum Christentum konvertiert ist, keine Chance auf ein Bleiberecht in Deutschland gesehen und ist weiter geflohen; kürzlich hat er via Facebook wieder Kontakt zu uns aufgenommen. Omid lebt noch in Hamburg und ist Fan von Hajusom.

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