Der Hamburger Kodex (Fundus Theater)

Fundus Theater

23. Februar 2019 15:36 Uhr

Wir befinden uns in einer Gerichtsverhandlung, im Mittelpunkt steht der Fisch, welcher nur eines möchte: Am Leben bleiben! Doch der Fisch hat leider kein Mitspracherecht. Dies ist eines der absurden Szenarien der theatralen Versammlung „Der Hamburger Kodex“, inszeniert von Julia Hart. Mittendrin: Das Publikum, welches zu Abgeordneten bestimmt wurde und an einer „u-förmig“ Tischreihe sitzt. Die Schauspieler nutzen sowohl die Mitte des „Parlaments“ als auch eine Bühne, die zu einem Podest umgewandelt wurde, was eine sehr interessante Darstellungsweise ist und es ermöglicht, das Publikum in das Stück  einzubeziehen. Auf dem Podest steht die Richterin (Kristina Bremer) mit altertümlicher Lockenperücke und Richterhammer, ihr gegenüberstehend der Fischer und die Möwe mit ihren Anwälten. Hier wird über den Fischkopf hinweg über dessen Leben bestimmt, dabei darf der Fisch am Ende die Gerichtskosten übernehmen.

Lustige Szenen wie diese gab es viele. Spielerisch dargestellt wurden auch unter anderem kontroverse Themen, wie beispielsweise der Fleisch- bzw. Fischkonsum der Menschen. Es wurden aber auch Themen dargestellt, über die besonders Kinder, Jugendliche oder deren Eltern ein Lied trällern könnten. Ein Beispiel hierfür ist das alltägliche Dilemma der Eltern mit ihren smartphonesüchtigen, pubertierenden Kindern. Die Szenen wurden oft musikalisch begleitet. Hierbei wurden unter anderem Lieder für spezifische Szenen komponiert, wie beispielsweise ein „Handy Song“, welche, wie ich finde, das Theaterstück besonders für Kinder attraktiv machen und für einen echten Ohrwurm sorgen. Mit der Frage, was man tun darf oder auch sollte, wurde ein Kodex entwickelt, der sogenannte „Hamburger Kodex“, der die Regeln für ein besseres Zusammenleben der Menschen enthält. Das Publikum in der Rolle der Abgeordneten im Parlament durfte dann ganz klassisch mit seinen Karten über den Kodex abstimmen.

Mein Fazit ist, dass dieses Stück sich ganz klar von anderen Theaterstücken abgrenzt, denn es hat eine Besonderheit: Das Publikum wird mit einbezogen! Dies spricht besonders das jüngere Publikum an. Grundsätzlich richtet sich diese theatrale Versammlung mit ihren zum Teil eher albernen Musikstücken eher an Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren.

Özlem P.
Ida Ehre Schule, 12. Klasse

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