Schülerkritik

Der Hamburger Kodex (Fundus Theater)

Fundus Theater

Wir befin­den uns in einer Gerichts­ver­hand­lung, im Mittel­punkt steht der Fisch, welcher nur eines möchte: Am Leben blei­ben! Doch der Fisch hat leider kein Mitspra­che­recht. Dies ist eines der absur­den Szena­rien der thea­tra­len Versamm­lung „Der Hambur­ger Kodex“, insze­niert von Julia Hart. Mitten­drin: Das Publi­kum, welches zu Abge­ord­ne­ten bestimmt wurde und an einer „u-förmig“ Tisch­reihe sitzt. Die Schau­spie­ler nutzen sowohl die Mitte des „Parla­ments“ als auch eine Bühne, die zu einem Podest umge­wan­delt wurde, was eine sehr inter­es­sante Darstel­lungs­weise ist und es ermög­licht, das Publi­kum in das Stück  einzu­be­zie­hen. Auf dem Podest steht die Rich­te­rin (Kris­tina Bremer) mit alter­tüm­li­cher Locken­pe­rü­cke und Rich­ter­ham­mer, ihr gegen­über­ste­hend der Fischer und die Möwe mit ihren Anwäl­ten. Hier wird über den Fisch­kopf hinweg über dessen Leben bestimmt, dabei darf der Fisch am Ende die Gerichts­kos­ten über­neh­men.

Lustige Szenen wie diese gab es viele. Spie­le­risch darge­stellt wurden auch unter ande­rem kontro­verse Themen, wie beispiels­weise der Fleisch- bzw. Fisch­kon­sum der Menschen. Es wurden aber auch Themen darge­stellt, über die beson­ders Kinder, Jugend­li­che oder deren Eltern ein Lied träl­lern könn­ten. Ein Beispiel hier­für ist das alltäg­li­che Dilemma der Eltern mit ihren smart­pho­ne­süch­ti­gen, puber­tie­ren­den Kindern. Die Szenen wurden oft musi­ka­lisch beglei­tet. Hier­bei wurden unter ande­rem Lieder für spezi­fi­sche Szenen kompo­niert, wie beispiels­weise ein „Handy Song“, welche, wie ich finde, das Thea­ter­stück beson­ders für Kinder attrak­tiv machen und für einen echten Ohrwurm sorgen. Mit der Frage, was man tun darf oder auch sollte, wurde ein Kodex entwi­ckelt, der soge­nannte „Hambur­ger Kodex“, der die Regeln für ein besse­res Zusam­men­le­ben der Menschen enthält. Das Publi­kum in der Rolle der Abge­ord­ne­ten im Parla­ment durfte dann ganz klas­sisch mit seinen Karten über den Kodex abstim­men.

Mein Fazit ist, dass dieses Stück sich ganz klar von ande­ren Thea­ter­stü­cken abgrenzt, denn es hat eine Beson­der­heit: Das Publi­kum wird mit einbe­zo­gen! Dies spricht beson­ders das jüngere Publi­kum an. Grund­sätz­lich rich­tet sich diese thea­trale Versamm­lung mit ihren zum Teil eher alber­nen Musik­stü­cken eher an Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren.

Özlem P.
Ida Ehre Schule, 12. Klasse

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