Kuckuck, Krake, Kakerlake (Fundus Theater)

kirschkern & COMPES im Fundus Theater

1. März 2017 0:52 Uhr

Das tierische Theaterstück klärt durch die zwei zauberhaften Schauspielerinnen von kirschkern & COMPES, Sabine Dahlhaus alias Mademoiselle Kuckuck und Judith Compes alias Professor Kakerlak, auf charmante und interessante Art über die Sonnen- und Schattenseiten der Natur auf.

Die düsteren Kostüme und das mindestens ebenso düstere Bühnebild erschaffen eine unheimliche und spannende Atmosphäre. Im Zentrum des simplen Bühnenbildes, bestehend aus einem Teppich und einem Vorhang, steht eine Maschinerie zwischen Leierkasten und Fernseher, die nur durch das Drehen der Kurbel ihr Bild änderte und zugleich Musik verschiedenster Kulturen spielt, die in Verbindung zum jeweiligen Tier standen.

Am Freitag, den 17. Februar 2017 wurde im Fundus Theater Hamburg diese Inszenierung im Rahmen des Kindertheater Treffens, basierend auf dem von Bibi Dumon Tak geschriebenen Buch „Kuckuck, Krake, Kakerlake“, aufgeführt.Unter der Regie von Marcel Weinand, und mithilfe der musikalischen Untermalung von Jannis Kaffka wurden die Illustrationen von Fleur van der Weel perfekt in Szene gesetzt.

Die Darstellung der Löcherkrake verlangte den Schauspielerinnen einiges ab, denn neben dem Aspekt, dass sie keine acht Arme haben, sind sie auch nicht rosa und zwei Meter breit. Trotzdem gelang auch diese Szene. Sie glitten mit sachten Bewegungen über die Bühne und stellten den Paarungsakt dar, wie das Männchen all seine Samen in einen seiner Arme pumpt und diesen anschließend aus Liebe zu seiner Gättin abtrennt. Der durch einen Finger verkörperte Pimmel wandert dann den Arm aufwärts bis zum „Pimmelwartezimmer“ und verharrt dort, bis das Weibchen zur Paarung bereit ist.

Ansprechend ist das Stück nicht nur für Klein, sondern auch für Groß. Die Reaktionen des Publikums sprechen für sich, egal ob ein unvorhersehbares Echo des Kuckuckrufs oder andere Zwischenrufe der Kinder, die schon ganz gespannt sind, welches Tier wohl als nächstes kommen wird …Auch die Interaktion zwischen Schauspielern und Publikum machte den Theaterbesuch zu einem besonderen Erlebnis.Wer sich also ein amüsantes und bildendes Stück für fast jede Altersgruppe anschauen will, sollte diese Gelegenheit nutzen.

Lisa-Marie Schmidtke
Ida Ehre Schule, 12. Klasse

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