Sinatra & Friends

Kampnagel

30. Dezember 2015 0:23 Uhr
Text: Dagmar Ellen Fischer

Die Frauen lagen ihm zu Füßen, und die Männer wollten sein wie er: Frank Sinatra war Vorbild, Womanizer, „The Voice“ und der größte Entertainer im US-amerikanischen Showbusiness des 20. Jahrhunderts. Am 12. Dezember wäre er 100 Jahre alt geworden. Die vermutlich beste Zeit hatte er mit seinen Kumpels Dean Martin und Sammy Davis Jr. im Las Vegas der 1960er Jahre. Dort entstand ein neues Format: Die Drei machten auf der Bühne, was sie privat ohnehin gern taten – singen, flirten, trinken und lachen. Gemeinsam wurden sie als „The Rat Pack“, die Rattenbande, zur Legende.

Und die kehrt nun zurück! Unglaublich, aber wahr: Es gibt einen Sänger und Schauspieler, der „Ol’ Blue Eyes“ nicht nur ähnlich sieht, sondern auch noch vergleichbar gut singt. Stephen Triffitt überzeugte in der Rolle von Frank Sinatra in den USA sogar jene, die das Original noch kannten. Flankiert von Mark Adams als trinkfreudigem Frauenschwarm Dean Martin und George Daniel Long, der als Sammy Davis Jr. tanzend über die Bühne wirbelt, wird das Trio seit über zehn Jahren als Neuauflage des „Rat Pack“ gefeiert.

„Unter dieser Überschrift sind ja einige auf Tour weltweit unterwegs“, weiß Stephen Triffitt. Doch er und seine Freunde studierten die drei Originale über Jahre hinweg: Sie schauten unzählige Filme, übten die typischen Gesten und imitierten sogar persönliche Eigenheiten, auch Macken genannt – „denn die hat jeder Mensch, und nur mit ihnen bekommt die Show etwas Natürliches“, sagt das Sinatra-Double. Getreu den Vorbilden, hält sich auch die heutige Rattenbande auf der Bühne an Whisky-Gläsern fest, haut perfekt einstudierte Witze raus und überlässt den großen Rest dem jeweiligen Augenblick: „Sinatra & Friends“ sind Meister der Improvisation und bringen das Publikum mit Situationskomik zum Lachen. Und sehr lässig singen sie zur live spielenden Big Band unsterbliche Songs wie „Fly Me to the Moon“, „Mr Bojangles“ und „King of the Road“.

Das einzige, was diese Drei unglaubwürdig macht: Wenn es die Echten wäre, müssten sie älter aussehen!

5.–17.1., tgl. außer Mo 20 Uhr, So 19 Uhr, 9./16.1. auch 16 Uhr, Kampnagel, Jarrestr. 20,
Preview 5.1. / Premiere 6.1. Karten zu 32,90 Euro, ab 8.1. 39,90–59,90 Euro

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