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Odyssee

HoheLuftschiff
Oyssee

Ausge­hend vom Hohe­Luft­schiff reist Odys­seus ein Jahr lang rund um den Isebek­ka­nal

Text: Stephanie Schiller

Leinen los für eine Odys­see der beson­de­ren Art: Ein Jahr lang machen sich die Kinder und Jugend­li­chen der Thea­ter­schule Zeppe­lin mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern verschie­de­ner Hambur­ger Schu­len, befreun­de­ten Künst­lern und Kultur­ver­ei­nen auf den Weg in die grie­chi­sche Geschichte. Was sie von dort mitbrin­gen? Gött­li­che Geschich­ten, Erkennt­nisse über den Ursprung des Thea­ters und der Demo­kra­tie sowie philo­so­phi­sche Einsich­ten … Frei nach Homer eine Irrfahrt für die ganze Fami­lie!

„Nur Kinder können Götter spie­len“, sagte einst Bertolt Brecht. Und Stepha­nie Grau, Leite­rin der Thea­ter­schule Zeppe­lin, findet, er hat Recht. Insge­samt 18 Premie­ren verschie­de­ner Thea­ter­stü­cke über und entlang der Homer­schen „Odys­see“ wird es in der Spiel­zeit 2013/14 rund um den Isebek­ka­nal geben – die „Odys­see“ als Thea­ter­No­vela, eine Fort­set­zungs­ge­schichte. Nicht nur das Hohe­Luft­schiff, das zwischen­zeit­lich zu einem klei­nen, aber feinen Amphi­thea­ter umge­baut wurde, ist Spiel­ort. Es wird (das nächste Mal am 15.9., 16 Uhr) im Park am Kanal auch einen leben­di­gen Skulp­tu­ren­park geben, in dem die Kinder und Jugend­li­chen als Götter auftre­ten.

Vorga­ben für die einzel­nen Insze­nie­run­gen der Thea­ter­No­vela gab es nicht. Jede Thea­ter­gruppe hat sich ein Kapi­tel vorge­nom­men, Texte umge­schrie­ben und neu erfun­den, Kostüme entwor­fen, geprobt. Insge­samt ein Jahr dauerte die Vorbe­rei­tung. Jetzt wird Odys­seus mal zu Captain Jack, der mit seinem Kumpel Mr. Mecha­nic in der fernen Zukunft im Welt­raum unter­wegs ist und ange­strengt an seinem Raum­schiff bastelt, damit er endlich weiter­rei­sen kann. Mal trifft sein Sohn Tele­ma­chos, der bei der Abreise seines Vaters Odys­seus noch ein Kind war, in einer Hambur­ger Kneipe die Göttin Athene, die ihre Zeit damit verbringt zu kell­nern, anstatt ihren Bega­bun­gen zu folgen. Dann wieder geht es darum, wie das eigent­lich ist, wenn einer – wie Tele­ma­chos – sozu­sa­gen ohne Vater aufwächst. Und auf der Göttin­nen­kon­fe­renz wird über die Weiter­reise des Helden verhan­delt …

Heimat, Reise, Fremde und Aben­teuer – Begriffe, die – so Kultur­se­na­to­rin Prof. Barbara Kisse­ler in ihrem Gruß­wort zur Hambur­ger „Odys­see“ – durch die Insze­nie­run­gen rund um den Isebek­ka­nal womög­lich „eine ganz neue Bedeu­tung bekom­men“. Thea­ter als Arbeits­pro­zess, der zum Denken und Umden­ken anregt. Und Kinder und Jugend­li­che mitein­an­der verbin­det, die sonst gar nichts vonein­an­der wissen. Das jeden­falls wünscht sich Stepha­nie Grau: „Für mich ist toll, dass neben unse­ren Thea­ter­schü­lern auch so viele Hambur­ger Schu­len in der ‚Odys­see‘ dabei sind. So gucken wir alle über die eige­nen Gren­zen hinweg.“

 

Die nächs­ten Premie­ren­ter­mine der Odys­see: 21.9., 16 Uhr: Wissen die Götter Rat? / 25.9., 10 Uhr: Odys­seus und die Wind­beu­tel – Schat­ten­thea­ter ab 3 Jahren / 19.10., 16 Uhr: Tele­ma­chos auf der Suche / 27.10., 16 Uhr: Väter oder Helden? / 9.11., 16 Uhr: Busi­ness Konfe­renz / Odys­seus im Welt­all / 17.11., 16 Uhr: Nausi­k­aas Erschei­nung / 30.11., 16 Uhr: Die Lotopha­gen / 8.12., 16 Uhr: Land der Kyklo­pen / 11.1.2014, 16 Uhr: Das Geheim­nis des Windes / 19.1., 16 Uhr: Lais­try­go­nen und Kirke

(Fahr-)Karten für die Reise des Odys­seus zurück nach Ithaka gibt es unter reservierung@theaterzeppelin.de oder tele­fo­nisch unter 040 - 422 30 62

 

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