NEUSTE ARTIKEL

Großes Kino
Kritik / Schauspiel

Großes Kino

Nordwind-Festival, Kampnagel

Angst vor großen Emotio­nen hatte keiner der Künst­ler, die ihre Arbei­ten im Rahmen des 10-tägi­gen Festi­vals „Nord­wind“ auf Kamp­na­gel präsen­tier­ten. Das bewie­sen die Filme, Konzerte, Choreo­gra­phien und Thea­ter­stü­cke, die die Kura­to­rin Ricarda Cion­tos ausge­wählt hatte. […]

Meldung

Das 2011 gegründete Bundesjugendballett …

… präsen­tierte sich am 16. Dezem­ber im „Ballett­zen­trum John Neumeier“  auf einer ersten Pres­se­kon­fe­renz der Öffent­lich­keit. Kevin Haigen erläu­terte als Künst­le­ri­scher Leiter die konkre­ten Ziele der jungen Compa­gnie; Yohan Stegli, Ballett­meis­ter, berich­tete von seinen Erfah­run­gen während der vergan­ge­nen Monate und stellte das bisher erar­bei­tete Reper­toire der Truppe vor. Lukas Onken, […]

Meldung

Quotenregelung am Thalia Theater

Die Wahl ist entschie­den! Im Novem­ber durfte jeder per Post, Urnen­wahl oder Mail dem Thalia Thea­ter seine Lieb­lings­stü­cke zur Insze­nie­rung vorschla­gen. Nach einer Wahl­be­tei­li­gung von 5529 gülti­gen Stim­men gibt das Haus am Alster­tor nun die Sieger bekannt:
1. Platz: „Die Ehe des Herrn Missis­sippi“ von Fried­rich Dürren­matt (703 Stimmen).
2. Platz: „Peers Heim­kehr“ von Emig/Hopf/Schmidt (636 Stimmen).
3. Platz: „Wir sind noch einmal davon gekom­men“ von Thorn­ton Wilder (635 Stimmen).

Gummiknibbeldinger im Backstagebereich
Kritik / Tanz & Performance

Gummiknibbeldinger im Backstagebereich

PeterLicht, Kampnagel

Peter­Licht scheint um sein Bühnen­pro­gramm ein ähnli­ches Geheim­nis zu machen wie um seine Person. Kamp­na­gel kündigte seine Veran­stal­tung lieber gleich als Perfor­mance an. Passt zur Not immer. Und ist es nicht auch eine Perfor­mance, dass sich der Kölner Indie-Pop-Musi­ker jeder Kamera verwei­gert und in den Medien gesichts­los bleibt?

Zurück zu den Wurzeln
Drehbühne / Größen von Gestern

Zurück zu den Wurzeln

Der TV- und Theaterregisseur Professor Dietrich Haugk „back in town“

Gebo­ren wurde er 1925 im thürin­gi­schen Ellrich, seine Gymna­si­al­zeit verbrachte er in Biele­feld, seine künst­le­ri­schen Wurzeln aber finden sich in Hamburg, wo er 1949 an der dama­li­gen „Jungen Bühne“ mit einer Insze­nie­rung von Heinz Coubiers „Aimée“ sein Debut als Bühnen­re­gis­seur gab.

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Neues „Klubhaus“ auf der Reeperbahn

Zum Reeper­bahn­fes­ti­val 2013 soll am Spiel­bu­den­platz 21/22 zwischen Schmidt Thea­ter und Docks ein neues „Klub­haus“ eröff­nen. Neben verschie­de­nen Live­mu­sik­klubs, einem Radio­sen­der und unter­neh­men aus der Musik­wirt­schaft soll im Erdge­schoss des Hauses ein neues Thea­ter entste­hen. Das Gemein­schafts­pro­jekt von urban space Immo­bi­lien Projekt­ent­wick­lung GmbH und der Aust Litt­mann Strehlitz GbR sieht für das zwei­stö­ckige Gebäude eine „spek­ta­ku­läre Medi­en­fas­sade“ mit Panora­ma­auf­zug zur „Roof-Bar“ vor.

Intrigen, Inzest, Illusionen
Kritik / Musiktheater

Intrigen, Inzest, Illusionen

„Les Enfants Terribles“, Hochschule für Musik und Theater

Der US-ameri­ka­ni­sche Kompo­nist Philip Glass nahm sich 1996 für seine Tanz­oper „Les Enfants Terri­bles“ den gleich­na­mi­gen Roman von Jean Cocteau zur Vorlage. In der Hoch­schule für Musik und Thea­ter insze­niert Regis­seu­rin Kers­tin Steeb ein eindring­li­ches Kräf­te­spiel zweier Menschen, die sich dem Erwach­sen­wer­den widersetzen. […]

Versuchsanordnung am Nullpunkt
Kritik / Schauspiel

Versuchsanordnung am Nullpunkt

„±0 ein subpolares Basislager“, Kampnagel

Die Turn­halle steht seit je für den Ausnah­me­zu­stand. Hier wird trai­niert, gestählt, geübt. Mitun­ter kommt es zu einer letz­ten Perfor­mance. Dann muss zuvor aber eine Kata­stro­phe einge­tre­ten sein, Sturm­flut, Erdbe­ben, Flug­zeug­ab­sturz. In Chris­toph Martha­lers subpo­la­rem Basis­la­ger stirbt niemand. […]

Herzklopfen
Kritik / Tanz & Performance

Herzklopfen

„Intruder“, Sprechwerk

Der alte Thea­ter­ma­gier Peter Brook sagte einmal, es gebe wohl kein vergleich­bar unbe­kann­tes Gelände, wie das unse­res eige­nen Gehirns. Das körper­ei­gene Innere als Terra inco­gnita zu betrach­ten, ist ein span­nen­der Gedanke. Und auf diesem Feld tummelt sich auch „Intru­der“ die Perfor­mance/­Thea­ter-Insze­nie­rung. Sie widmet sich dem Herz. Auf Basis von Texten aus des fran­zö­si­schen Philo­so­phen Jean-Luc Nancy Werk „L’Intrus – Das fremde Herz“.

In der Pause gegangen / Kolumne

Platte Abbilder und glatter Schauspielsprech

„Zeitstillstand“, St. Pauli Theater

Fotos sind nicht das echte Leben. Aber sie können viel­leicht Gefühle wecken. Thea­ter bebil­dert Leben. Schlecht, wenn es dabei keine Gefühle zu wecken vermag. Donald Margu­lies‘ Stück „Zeit­still­stand“ ist geschwät­zig. Und ebenso Ulrich Wallers Insze­nie­rung der deut­schen Erst­auf­füh­rung am 6. Dezem­ber 2011 im St. Pauli Theater.