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Daily Soup

Privattheatertage in den Hamburger Kammerspielen
Daily Soup

Eine versponnene Beziehung: Oma (Monika Lennartz) und Enkelin (Jenny Löffler)

Text: Hans-Peter Kurr | Foto: Christina Rank

Zuweilen gibt es auf Schauspielbühnen den bewundernswerten Vorgang, dass Schauspieler (und Regie) ein schwaches Stück retten. Das Gastspiel des Berliner „Theaters im Palais“ mit dem Alltags-Leben-Produkt einer vierköpfigen Familie unter dem Titel „Daily Soup“ der zwei polnischen Autorinnen Monika und Gabriela Muskala (unter dem gemeinsamen Pseudonym Amanita Muskaria) ist ein solcher Fall: Es gibt keinerlei Veranlassung, ein Subsummarium von Alltags-Szenen einer ständig gereizten Familie abzufassen. Sehr wohl aber dazu, Worte des hohen Lobes für die vier Schauspieler zu artikulieren, die – mit Hilfe ihrer Regisseurin Renate Louise-Frost – diesen inhaltlich mageren Abend stabilisiert und gerettet haben. 80 Minuten mit Jenny Löffler als Tochter, Gabriele Streichhahn als Mutter, der köstlichen Monika Lennartz als Oma und dem hochgewachsenen Carl-Martin Spengler als Vater waren in den Kammerspielen recht vergnüglich zu erleben.

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