Meldung

Freie Szene kritisiert Förderentscheidung

Die Förder­summe für die Freien Darstel­len­den Künste in Hamburg ist für die Spiel­zeit 16/17 gegen­über dem Vorjahr um 60.000 Euro gesun­ken. Der Dach­ver­band freie Darstel­lende Künste Hamburg (DfDK) hat nun ein State­ment dazu veröffentlicht.

565.000 Euro anstelle von 625.000 Euro im Vorjahr - für sämt­li­che Projekte der Freien Szene aus allen Spar­ten. Gleich­zei­tig liegt die Entschei­dung über die drei­jäh­rige Konzep­ti­ons­för­de­rung weiter­hin auf Eis. Die dies­jäh­rige Förder­runde erregt Unmut in der Freien Szene Hamburgs und darüber hinaus.

Seit Jahren operiert die Freie Tanz- und Thea­ter­szene Hamburgs - auch im deutsch­land­wei­ten Vergleich - mit unter­durch­schnitt­lich wenig Geld. Bei dem Betrag handelt es sich um die Gesamt­mit­tel, welche aus dem Doppel­haus­halt in die Freie Szene außer­halb der größe­ren Insti­tu­tio­nen fließen.

Der DfDK bezieht sich u.a. auf die 2010 von der Kultur­be­hörde in Auftrag gege­bene Poten­ti­al­ana­lyse, wenn er schreibt:

„Will Hamburg Anschluss an die natio­nale freie Thea­ter- und Tanz­szene (von der inter­na­tio­na­len bleibt vorerst nur zu träumen), so sind weitere Umstruk­tu­rie­run­gen der Förderinstrumente und eine massive Aufsto­ckung der finan­zi­el­len Mittel unumgänglich. Dazu gehören die Tren­nung der Förderung von künstlerischen Projek­ten und allge­mei­nen Produk­ti­ons-Struk­tu­ren, eine Erhöhung der Projektförderung auf mind. 1 Million Euro, die verbind­li­che Einhal­tung von Hono­rar­un­ter­gren­zen und die Erhöhung der Produk­ti­ons­mit­tel der freien Spielstätten.“

Zwar würdigt der Verband die Aner­ken­nung der Hono­rar­un­ter­grenze in den Einzel­pro­jek­ten, dies könne „aber nur Hand in Hand mit einer Erhöhung der finan­zi­el­len Mittel gehen.“ Der Verband stellt ernüch­tert fest, dass ein Produ­zie­ren in Hamburg für Freie Darstel­lende Künst­ler vor dem Hinter­grund der aktu­el­len Entwick­lun­gen als Stand­ort-Nach­teil gelten müsse.

Deutsch­land­weit soli­da­ri­sie­ren sich aktu­ell Initia­ti­ven, Künst­ler, Spiel­stät­ten und Netz­werke. Das State­ment sowie die 9 konkre­ten Forde­run­gen können auf dem Blog als Unter­stüt­zer unter­zeich­net werden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*