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Godot sagt tschüss!

Hamburgs erstes Theatermagazin stellt seinen Betrieb ein

Es war im Jahr 2010, als eine Gruppe theaterbegeisterter Journalistinnen und Journalisten den Verein Hamburger Theatermagazin e. V. gründete mit den Ziel, regelmäßig auf der Online-Plattform Godot über Hamburgs Theaterleben zu berichten. Dank einer Anschubfinanzierung der Behörde für Kultur und Medien konnten wir unseren Leserinnen und Lesern für die erste Zeit mit Kritiken, Berichten, Interviews und Porträts aktuelle Einblicke in das Geschehen auf und hinter Hamburgs Bühnen geben. Zugleich begann die Suche nach Förderern, die das Projekt Godot auch langfristig auf sichere Beine hätten stellen können.

Geleitet von der Überzeugung, dass eine Theaterkunst, die gesellschaftliche Themen verhandelt und die zugleich durch das allgemeinen Mediensterben zunehmend aus dem öffentlichen Diskurs verbannt wird, ihren sozialen und politischen Rückhalt verliert, versuchten wir zunächt, diejenigen als Fördermitglieder zu gewinnen, die die Not am stärksten hätten spüren sollen: die Theater selbst.

Leider stieß unser Vorhaben bei den Häusern, von wenigen Ausnahmen abgesehen, auf geringe Resonanz, so dass unser Redaktionsteam mit niedrigen Honoraren Vorlieb nehmen musste und mehrere Jahre sogar ehrenamtlich tätig war. Dieser Zustand ist auf Dauer nicht tragbar. Da auch ein letzter Spendenaufruf Ende 2024 nicht den erhofften Zuspruch gefunden hat, hat das Godot-Team sich schweren Herzens entschlossen, seine Arbeit einzustellen.

Wir möchten uns bei all unseren Leserinnen und Lesern und auch bei unseren Förderern bedanken und blicken zurück auf 14 bewegende Jahre, in denen hoffentlich auch Godot etwas bewegen konnte. Zugleich wünschen wir uns, dass der Diskurs über das reiche Theaterleben in Hamburg in Zukunft andere Kanäle finden wird.

Ihr Godot-Team

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