Musiktheater / Vorbericht

Sinatra & Friends

Kampnagel
Text: Dagmar Ellen Fischer

Die Frauen lagen ihm zu Füßen, und die Männer woll­ten sein wie er: Frank Sina­tra war Vorbild, Woma­ni­zer, „The Voice“ und der größte Enter­tai­ner im US-ameri­ka­ni­schen Show­busi­ness des 20. Jahr­hun­derts. Am 12. Dezem­ber wäre er 100 Jahre alt gewor­den. Die vermut­lich beste Zeit hatte er mit seinen Kumpels Dean Martin und Sammy Davis Jr. im Las Vegas der 1960er Jahre. Dort entstand ein neues Format: Die Drei mach­ten auf der Bühne, was sie privat ohne­hin gern taten – singen, flir­ten, trin­ken und lachen. Gemein­sam wurden sie als „The Rat Pack“, die Ratten­bande, zur Legende.

Und die kehrt nun zurück! Unglaub­lich, aber wahr: Es gibt einen Sänger und Schau­spie­ler, der „Ol’ Blue Eyes“ nicht nur ähnlich sieht, sondern auch noch vergleich­bar gut singt. Stephen Trif­fitt über­zeugte in der Rolle von Frank Sina­tra in den USA sogar jene, die das Origi­nal noch kann­ten. Flan­kiert von Mark Adams als trink­freu­di­gem Frau­en­schwarm Dean Martin und George Daniel Long, der als Sammy Davis Jr. tanzend über die Bühne wirbelt, wird das Trio seit über zehn Jahren als Neuauf­lage des „Rat Pack“ gefei­ert.

„Unter dieser Über­schrift sind ja einige auf Tour welt­weit unter­wegs“, weiß Stephen Trif­fitt. Doch er und seine Freunde studier­ten die drei Origi­nale über Jahre hinweg: Sie schau­ten unzäh­lige Filme, übten die typi­schen Gesten und imitier­ten sogar persön­li­che Eigen­hei­ten, auch Macken genannt – „denn die hat jeder Mensch, und nur mit ihnen bekommt die Show etwas Natür­li­ches“, sagt das Sina­tra-Double. Getreu den Vorbil­den, hält sich auch die heutige Ratten­bande auf der Bühne an Whisky-Gläsern fest, haut perfekt einstu­dierte Witze raus und über­lässt den großen Rest dem jewei­li­gen Augen­blick: „Sina­tra & Friends“ sind Meis­ter der Impro­vi­sa­tion und brin­gen das Publi­kum mit Situa­ti­ons­ko­mik zum Lachen. Und sehr lässig singen sie zur live spie­len­den Big Band unsterb­li­che Songs wie „Fly Me to the Moon“, „Mr Bojan­gles“ und „King of the Road“.

Das einzige, was diese Drei unglaub­wür­dig macht: Wenn es die Echten wäre, müss­ten sie älter ausse­hen!

5.–17.1., tgl. außer Mo 20 Uhr, So 19 Uhr, 9./16.1. auch 16 Uhr, Kamp­na­gel, Jarrestr. 20,
Preview 5.1. / Premiere 6.1. Karten zu 32,90 Euro, ab 8.1. 39,90–59,90 Euro

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