Auf eigene FAUST (Fundus Theater)

Ambrella Figurentheater im Fundus Theater

2. März 2016 12:26 Uhr

„Luischen, tut nicht weh“ – ein wenig beruhigender Ratschlag für die kleine Maus, die daraufhin unter großem Gelächter des Publikums von der angsteinflößenden Hexe in den riesigen Kochtopf gepfeffert wird.

Diese spielt, wie auch alle Puppen und Marionetten, Heike Klockmeier, welche die Idee für das Figurentheater „Auf eigene Faust“ hatte und dieses am 28.02.2016 unter Regie von Dietmar Staskowiak im Fundus Theater aufgeführt hat. Das Stück basiert auf dem von Goethe verfassten Drama „Faust“ und wurde durch Eigenschaften des Kasperletheaters geschmückt.
Die von Klockmeier gespielten Marionetten und diversen anderen Puppen wie z.B. das Gewissen des Gretchens, was auf Stelzen über die Bühne hampelt, oder der Mauerschauer, dessen Hals so lang ist, dass er wahrscheinlich über ganz Hamburg gucken könnte, wurden von dem gleichzeitigen Bühnentechniker Jürgen Maaßen angefertigt.
Dieser springt auch mal ein, wenn es mehr Puppen zu spielen gibt, als Klockmeier Hände hat, oder auf der Bühne eine Kleinigkeit schief läuft, was an dem Abend zwar einige Male passierte, Klockmeier und Maaßen jedoch raffiniert überspielen konnten.

Die abstrakte, humorvolle Darstellung von Goethes „Faust“ überschreitet alle Erwartungen der Zuschauer und fesselt sie somit an das Bühnengeschehen. Klockmeier stellt z.B. mit der Pleite Griechenlands und „Wetten dass …“ einige Bezüge zur heutigen Zeit her, sorgt mithilfe von Textstellen des Originals aber dafür, dass der rote Faden trotz dieser Abschweifungen immer vorhanden ist.

Mir persönlich hat das Stück „Auf eigene Faust“ sehr gut gefallen, da es eine lustige, aber auch fesselnde und spannende Alternative zum klassischen Theater bietet und, wie man zuerst vielleicht nicht von einem Figurentheater erwartet, den Humor aller Altersgruppen trifft.

Maxine Wedemeyer
Ida Ehre Schule, 11. Klasse

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