Der Hamburger Kodex (Fundus Theater)

Fundus Theater

23. Februar 2019 13:26 Uhr

Von der Schulbank bis zur Anklagebank in dieser Theatralischen Versammlung ist alles vorhanden was wichtig und im Alltag zu beachten ist. Das Stück „Der Hamburger Kodex“ wurde von Julia Hart inszeniert und mit sechs Schauspielern unterschiedlichen Alters umgesetzt. Drei Kinder und drei Erwachsene Schauspieler diskutieren zusammen mit dem Publikum wichtige Fragen des Alltags. Es geht unter anderem um Themen wie zum Beispiel: Darf ich petzen? Oder: Was ist gerecht? Spielerisch werden hier die verschiedenen Probleme dem Publikum näher gebracht. Mal werden Gummibärchen verteilt und mal wird man ins „Live-Labor“ entführt, wo dann die verschiedenen Szenarien ausprobiert und vorgespielt werden.

Annika hat das Handy von Friedrich kaputt gemacht und nur Claudia hat es gesehen. Soll sie Friedrich sagen, wer es war und somit ihre beste Freundin verpetzen? Diese und viele weiter Fragen werden im Stück geklärt und zusammen mit den Zuschauern am Ende abgestimmt. Auch dass nicht immer alles in Kategorien einzuteilen ist, wird zu einen späteren Zeitpunkt des Stücks noch mal dargestellt – und dass nicht immer alles in „richtig und falsch“ oder „gut und böse“ eingeteilt werden kann.

Der Raum ist gefüllt mit Tischen, die im U-Block zur kleinen treppenförmigen Bühne ausgerichtet sind. Die Darsteller befinden sich im ganzen Raum, mal wird in der Mitte des Raumes gespielt und mal sitzen sie zwischen den Zuschauern und spielen von dort aus ihr Rollen.

Das gesamte Theaterstück ist abwechslungsreich und spannend inszeniert, es setzt einen großen Gegenpol zu anderen Theaterstücken, wo sich die gesamte Handlung nur auf der Bühne abspielt und der Zuschauer nicht mit einbezogen wird.

Das Stück „Der Hamburger Codex“ ist ein schönes Stück, welches nicht nur Kindern Freude bereitet, sondern auch zum Nachdenken anregt. Ein gutes Alter, um das Stück zu schauen, ist meiner Meinung nach ab 11 bis 12 Jahren, da viele der dargestellten Szenarien zwar auf den ersten Blick einfach und nicht wirklich besonders scheinen, aber bei genaueren Hinsehen eine gewisse Reife und Problemverständnis verlangen.

Fran Erin Waßmann
Ida Ehre Schule, 12. Klasse

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