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Kulturbauten Bahrenfeld

Neues Zuhause für die Fliegenden Bauten
Kulturbauten Bahrenfeld

Saal statt Zelt: Hier soll im Früh­jahr 2016 der Spiel­be­trieb star­ten

Text: Dagmar Ellen Fischer / Grafik: Architekturbüro IMPAC

Die Flie­gen­den Bauten kreis­ten eine Weile über Hamburg auf der Suche nach einem neuen, geeig­ne­ten Lande­platz. Den hat das Thea­ter nun gefun­den: in Bahren­feld, einer noch nahezu bühnen­freien Zone. In der Ruhr­straße 42 wird die beliebte Hambur­ger Insti­tu­tion eben nicht mehr ihre Zelte aufschla­gen, sondern an einem fest veran­ker­ten Stand­ort im Früh­jahr 2016 einen Neustart hinle­gen.

Wir erin­nern uns: Am 31. Mai 2014 ging die letzte Show des insol­ven­ten Unter­neh­mens im blauen Zelt an der Glacis­chaus­see über die Bühne. Eine Alter­na­tive fand der Künst­le­ri­sche Leiter Guido Marc Gosch nun in Gestalt einer ehema­li­gen Lager­halle im Bahren­fel­der Indus­trie­ge­biet: Darin werden 500 Zuschauer, eine 200 Quadrat­me­ter große Bühne sowie die Gastro­no­mie Platz haben. Geblie­ben ist das bewährte Programm: Mit neuem Zirkus und einem Schwer­punkt auf Sensa­tio­nen  sehens­wer­ter Körper bleibt das Allein­stel­lungs­merk­mal inner­halb der Hambur­ger Thea­ter­land­schaft erhal­ten. „Wir waren die ersten, die das in Hamburg zeig­ten, und es gibt viele Künst­ler, die darauf warten, hier wieder auftre­ten zu können,“ so Gosch, der in der Zwischen­zeit aufre­gende junge Grup­pen auf inter­na­tio­na­len Festi­vals entdeckt hat.

Die kauf­män­ni­sche Seite ist mit der neuen Geschäfts­füh­re­rin Silke Kossel nun in profes­sio­nel­len Händen; sie schätzt den Stand­ort: „St. Pauli ist voll! Hier aber sind wir nicht im Thea­ter­ge­menge, sondern mit die ersten, die Kultur in den Stadt­teil brin­gen!“ Neu ist auch die Öffnung hin zur Nach­bar­schaft: In Mati­neen sollen Bildende Künst­ler aus Bahren­feld Gele­gen­heit bekom­men, sich und ihre Werke vorzu­stel­len. Dazu passt der neue Name: „Kultur­bau­ten Bahren­feld“. Die Bauten sind sess­haft gewor­den, doch das Zirkus­volk wird auch zukünf­tig ein- und ausflie­gen.

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