Für Garderobe keine Haftung

Hamburger Sprechwerk

1. Mai 2016 21:49 Uhr
Peter Shub

Gern gesehener Gast bei Roncalli oder im Cirque Du Soleil: Peter Shub

Text: Dagmar Ellen Fischer

Peter Shub übernimmt zwar „Für Garderobe keine Haftung“, aber die Garantie für einen unvergesslichen Abend: Der weltberühmte Clown zeigt zwei Stunden großartigste Comedy zwischen Slapstick, Körperkomik und absurdem Humor. In der im März zu Ende gegangenen Spielzeit im Palazzo-Spiegelzelt war er Publikumsliebling, nun kommt er mit seiner Solo-Show zurück nach Hamburg.

Wirklich allein auf der Bühne ist er jedoch nie, denn in seinen Händen verwandeln sich Alltagsgegenstände in lebendige Kollegen: Ein hereinspazierendes Kamera-Stativ mutiert von der zweifelhaften Geliebten zum bewaffneten Feind, ein Schuh aus dem Publikum zum Haus- und Stinktier. Auch Shub selbst springt in unterschiedliche Rollen: Er ist Rockstar, Hundehalter, ein Stylist gut frisierter Topfpflanzen und die flatternde Motte in gefährlicher Nähe zur Kerze. Manchmal bereichert der 58-jährige US-Amerikaner seine differenzierte Körpersprache um ein paar treffende Vokabeln im Durchgangsbereich zwischen deutsch und englisch.

Schon der kleine Peter war ein typischer Klassenclown, mit seinen Witzen sorgte er für entspanntes Lernen. „Lachen ist ein wirkungsvolles Heilmittel“, so der Entertainer, „und wenn man will, findet man überall etwas Komisches im Alltag.“ Peter Shub arbeitete mit Roman Polanski und Loriot, trat weltweit mit dem Zirkus Roncallli und dem Cirque du Soleil auf. Dennoch ist er bis heute vor jeder Vorstellung aufgeregt: „Jeder Abend ist einmalig. Es ist wie vor einem ersten Date – aber halt nicht mit nur einer Person…“ Eine sogenannte vierte Wand gibt es für ihn auf der Bühne nicht, er spielt und flirtet mit den Zuschauern. Und wenn die mitspielen, entstehen jene magischen Momente, die nur im Theater möglich sind. „Zum Glück ist das Hamburger Publikum nicht schüchtern“, weiß Shub aus Erfahrung. Und auch, dass er den schönsten Job der Welt hat: Menschen zum Lachen zu bringen.

Aufführungen: 10.-12.5., 20 Uhr, Hamburger Sprechwerk, Klaus-Groth-Str. 23, 18/24 Euro, Tel. 24 42 39 30

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