Anna Gramms Ansichten / Kolumne

Diesmal: Sommerfestival

Text: Tilla Lingenberg

Neulich beim Sommer­fes­ti­val führte uns Vaters Fimmel, so zeitig wie möglich vor Ort zu sein, viel zu früh ins Foyer. Dort proji­zier­ten sie einen Kurz­film von „Sam“ an die Wand, gespon­sert von der Messe-Firma „Volt“.

Ein Schau­spie­ler aus der Serie Film­star vom See“ erzählt: „Wenn du Feuer und Flamme seist vor Leiden­schaft für den Beruf, aber Lampen­fie­ber hast, musst du mit Fleiss vorm Atem-Holen immer soft ‚Slave‘ hauchen, dann wirst du selt­sam frei vom ganzen Druck.“

Ein Slave, der ins Bild kommt, meint trocken: „Verzei­hung, eigent­lich wahrt ein Slave meist Form, vor allem vorm Islam Feste, aber du gibst mir mit deiner Alm-Fresse Motiv, dir weh zu tun. Du laermst fies vom Druck­ab­bau? Bitte schön!“ Und er kickt den Star mit dem Stie­fel vom Mars, so dass dieser, wie eine Amsel steif vorm Herz­in­farkt, erst mal fies vom Plane­ten fällt.

Ich höre eine Kura­to­rin flüs­tern: „Sam verfilmte so seine trau­ma­ti­sche Kind­heit. Er sagt, es stamme Frivo­les immer aus einer unglück­li­chen Kind­heit. Leider verfiel Sam Most, aber da er kein Moslem sei, frevle Sam somit immer­hin keiner Reli­gion.“

Ich fand, dass der Film massi­vem Foltern glich und war froh, dass wir nach vormals stei­fem Rumste­hen endlich in unsere eigent­li­che Vorstel­lung gehen konn­ten.

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