Kritik

Die Zauberflöte Teil 2
Kritik / Musiktheater

Frisch entstaubt und frech bestückt

„Das Labyrinth – Die Zauberflöte Teil 2“, Opernloft

„Stern­ta­ge­buch: Wir schrei­ben das Jahr 2400. Zwischen den Plane­ten Isis Bela 12 und Osiris Tetra Pak stehen die Zeichen auf Krieg.“ So in etwa hätte der zweite Teil der „Zauber­flöte“ im neuen Opern­loft in der Innen­stadt anfan­gen können.

Die Komödie auf der Brücke
Kritik / Musiktheater

Lustbarkeiten im Leichenkeller

„Die Komödie auf der Brücke“ und „Wir sind daheim“ – zwei Kurzopern in der Opera stabile

Radau machen wie in der Fankurve - eher unge­wöhn­lich bei einem Opern­be­such. Regis­seur Heiko Hent­schel insze­niert „Die Komö­die auf der Brücke” von Bohus­lav Martinu als TV-Game­show. Die absurde Situa­tion: Zwei Paare und ein Philo­soph (Paulo Paolillo) bekom­men den Passier­schein, eine Brücke (hier das Fern­seh­stu­dio) zu betre­ten, die zwei feind­li­che Lager vonein­an­der trennt.

Palestrina
Kritik / Musiktheater

Zwischen Krise und Rausch

„Palestrina”, Hamburgische Staatsoper

Es ist schon ein Kreuz mit der Kunst. Der Vati­kan befiehlt dem berühm­ten Pale­strina, eine Messe zu kompo­nie­ren. Seit dem Tod seiner Frau bringt der Kompo­nist aller­dings keine Note mehr zu Papier - so die Ausgangs­si­tua­tion in Hans Pfitz­ners Oper „Pale­strina” an der Staats­oper. Regis­seur Chris­tian Stückl zeigt einen altern­den Künst­ler (Roberto Saccà) im Kampf mit Macht und Muse, zeigt einen grotes­ken Kirchen­ap­pa­rat und insge­samt Figu­ren mit Profil.