Größen von Gestern

Shakespeare
Drehbühne / Größen von Gestern / Highlight / Interview / Schauspiel

Seins oder nicht seins

Vor 400 Jahren starb das größte Genie des euro­päi­schen Thea­ters, William Shake­speare. Aber schrieb er die welt­be­rühm­ten Dramen wie „Hamlet“ und „Othello“ wirk­lich allein? Am besten fragt man jeman­den, der es sicher weiß: ihn selbst! Das Exklu­siv-Inter­view mit einem Toten. […]

Zum Tode von Walter Jens
Drehbühne / Größen von Gestern / Highlight

Zum Tode von Walter Jens

Er war mein letz­ter noch leben­der Lehr­meis­ter, bis er vor vier Tagen neun­zig­jäh­rig auf die andere Lebens­ebene hinüber­wech­selte, endlich erlöst von dem schwe­ren Leiden, das ihn – ausge­rech­net ihn, den wohl glän­zends­ten Denker seit Lessing in der deutsch­spra­chi­gen Thea­ter- und Lite­ra­tur­welt – vor Jahren bereits seiner rheto­ri­schen und intel­lek­tu­el­len Bril­lanz beraubte: der Demenz.

Vom Stehgeiger zum Goldfinger
Drehbühne / Größen von Gestern / Highlight

Vom Stehgeiger zum Goldfinger

Beate Strobels neue Gert-Fröbe-Biografie

FOCUS-Redak­teu­rin Beate Stro­bel stellte ihre Biogra­fie des 1988 verstor­be­nen Gert Fröbe vor, zwei­fels­frei einer der größ­ten Menschen­dar­stel­ler des 20. Jahr­hun­derts. Der Autorin stan­den an Bord von Euro­pas einzi­gem seetüch­ti­gen Thea­ter­schiff, das an Hamburgs Niko­laifleet vertäut liegt, zur Seite dessen Grün­der Eber­hard Moebius und Fröbes Lieb­lings­toch­ter Beate, die in eini­gen seiner Filme als Kinder­star aufge­tre­ten ist. […]

Lola Müthel
Drehbühne / Größen von Gestern

Lola Müthel

Die Schauspielerin verstarb am 11. Dezember 2011

Was geschah da in Frank­furt am Main, auf der Bühne der Kammer­spiele, lange Zeit vor den „68ern“? Dort fand unter der Leitung von Dieter Reible eine Probe statt, ich glaube es war „Virgi­nia Woolf“, auf der Szene zwei in ihrer schau­spie­le­ri­schen Quali­tät himmel­ra­gende Darstel­ler mit Namen Lola Müthel und Hans Cani­nen­berg (wie später zu erfah­ren, waren sie auch im Privat­le­ben ein Ehepaar mit Ecken und Kanten). […]

Walter Giller
Drehbühne / Größen von Gestern

Walter Giller

Am 15. Dezember verstarb der Schauspieler in Hamburg

Aber Woma­ni­zer und Lebens­künst­ler, ja Lebens­ge­nie­ßer, waren sie alle damals, diese Laus­bu­ben, gebo­ren in den 20er Jahren des 20. Jahr­hun­derts, in unter­schied­li­chen Leidens­for­men durch die Wirren des Zwei­ten Welt­krie­ges geprägt, in einem Beruf tätig, der stän­dig Öffent­lich­keit herstellte und versorgt mit präch­ti­gen Gagen. Ich erin­nere, dass Gert Fröbe mich, den über zehn Jahre jünge­ren Assis­ten­ten, stän­dig einlud, wenn wir auf Reisen waren, […]

Johannes „Jopi“ Heesters
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Johannes „Jopi“ Heesters

Am Heiligabend verstarb der Sänger und Schauspieler im Klinikum Starnberg.

Umstrit­te­ner über die Jahr­hun­dert­grenze 20/21 hinweg konnte kein Mitglied des deutsch­spra­chi­gen Show­biz sein als Grand­sei­gneur Johan­nes Heesters, der am Weih­nachts­fest 2011 endlich 108-jährig ster­ben durfte. Aller­dings hat ihm diesen zwei­fel­haf­ten Ruf in erster Linie die Boule­vard-Presse einge­bracht. […]

Zurück zu den Wurzeln
Drehbühne / Größen von Gestern

Zurück zu den Wurzeln

Der TV- und Theaterregisseur Professor Dietrich Haugk „back in town“

Gebo­ren wurde er 1925 im thürin­gi­schen Ellrich, seine Gymna­si­al­zeit verbrachte er in Biele­feld, seine künst­le­ri­schen Wurzeln aber finden sich in Hamburg, wo er 1949 an der dama­li­gen „Jungen Bühne“ mit einer Insze­nie­rung von Heinz Coubiers „Aimée“ sein Debut als Bühnen­re­gis­seur gab.

Drehbühne / Größen von Gestern

Zum 200. Todestag von Heinrich von Kleist

Am 21. Novem­ber 1811 nahm sich der große Drama­ti­ker Hein­rich von Kleist das Leben. Er hinter­ließ ein impo­nie­ren­des Bühnen­werk, das ausdau­ernd gespielt wird, zu seinen Lebzei­ten aber – für Kleist bis über die Schmerz­grenze hinaus – wenig Anklang fand. Mit seinem berühm­ten Aufsatz, in dem er über das Denken beim Reden nach­denkt, möch­ten wir seiner geden­ken.

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Unberechenbar, aufbrausend, jähzornig

Ulrich Wildgruber

Als am Berli­ner Ku’damm noch das berühmte Keller­lo­kal „Aschin­ger“ exis­tierte, wo es „der Welt beste Erbsen­suppe mit Einlage“ gab und dieses köst­li­che gold­far­bene Bier, saßen dort an einem ruhi­gen Herbst­abend – es mag zehn Jahre vor dem Mille­nium gewe­sen sein – drei Männer beiein­an­der, so um die 55, genos­sen das gastro­no­misch Gebo­tene und riefen sich – zunächst gut gelaunt – Ereig­nisse aus der Schul­zeit in Erin­ne­rung, die sie ehedem bis zum Abitur gemein­sam auf dem Biele­fel­der Helm­holtz-Gymna­sium verbracht hatten.