Musiktheater

Die Komödie auf der Brücke
Kritik / Musiktheater

Lustbarkeiten im Leichenkeller

„Die Komödie auf der Brücke“ und „Wir sind daheim“ – zwei Kurzopern in der Opera stabile

Radau machen wie in der Fankurve - eher unge­wöhn­lich bei einem Opern­be­such. Regis­seur Heiko Hent­schel insze­niert „Die Komö­die auf der Brücke” von Bohus­lav Martinu als TV-Game­show. Die absurde Situa­tion: Zwei Paare und ein Philo­soph (Paulo Paolillo) bekom­men den Passier­schein, eine Brücke (hier das Fern­seh­stu­dio) zu betre­ten, die zwei feind­li­che Lager vonein­an­der trennt.

Palestrina
Kritik / Musiktheater

Zwischen Krise und Rausch

„Palestrina”, Hamburgische Staatsoper

Es ist schon ein Kreuz mit der Kunst. Der Vati­kan befiehlt dem berühm­ten Pale­strina, eine Messe zu kompo­nie­ren. Seit dem Tod seiner Frau bringt der Kompo­nist aller­dings keine Note mehr zu Papier - so die Ausgangs­si­tua­tion in Hans Pfitz­ners Oper „Pale­strina” an der Staats­oper. Regis­seur Chris­tian Stückl zeigt einen altern­den Künst­ler (Roberto Saccà) im Kampf mit Macht und Muse, zeigt einen grotes­ken Kirchen­ap­pa­rat und insge­samt Figu­ren mit Profil.

Detlev Glanert & Luciano Garosi
Interview / Musiktheater

Was Komponisten die Welt angeht

Der Opernkomponist Detlev Glanert

1976 rich­tete der Kompo­nist Hans Werner Henze in der Toskana eine Baustelle ein – das Cantiere inter­na­zio­nale d’Arte di Monte­pul­ciano. Viel­leicht wollte er die Welt verän­dern, viel­leicht heraus­fin­den, ob Musik Welt über­haupt verän­dern kann.