NEUSTE ARTIKEL

Ich, Georg Büchner
Kritik / Schauspiel

Geschichten hoch im Trend

„Kaltstart“ 2011, Haus III&70 u.a.

Dieses Jahr währte das „Thea­ter­fes­ti­val Kalt­start“ ganze drei Wochen, und zwar vom 13. Juni bis zum 2. Juli an einer Reihe von Orten. Die Zündung klappte ohne Start­schwie­rig­kei­ten. Das Kultur­haus III&70 konnte pünkt­lich zum Start gleich mit drei Bühnen aufwar­ten und entspannte so die Programm­ge­stal­tung. Fast 80 Auffüh­run­gen hatte das Festi­val zu bieten.

Lebendiges Maschinentheater
Kritik / Schauspiel

Lebendiges Maschinentheater

„Hamletmaschine“, MS Stubnitz

Endlich haben Thea­ter­ma­cher Heiner Müllers „Hamlet­ma­schine“ einmal wört­lich genom­men und den Text als Thea­ter­ma­schine in Szene gesetzt. Auf der MS Stub­nitz – dem schwim­men­den „Kultur­bot­schaf­ter der Hanse­stadt Rostock“, zur Zeit als Gast­lie­ger im Hamburg Baaken­ha­fen – fanden sie dafür den perfek­ten Aufführungsort.

Apropos ... / Kolumne

Kurr knurrt

Neues Glück mit alter Schere

Hamburgs neue Kultur­se­na­to­rin Barbara Kisse­ler hat Ruhe in die Szene gebracht. Und dem, der sie aus Berlin abge­wor­ben hat, gebührt Lob und Dank dafür: Olaf Scholz, Hamburgs Erster Bürger­meis­ter, hat damit der mehr­ak­ti­gen Vorstel­lung absur­den Thea­ters, die bis vor einem halben Jahr Wut, Zorn, Unver­ständ­nis, Rück­tritte, Beina­he­schlie­ßung von kultur­tra­gen­den Insti­tu­ten etc. hervor­brachte, ein Ende berei­ten können.

„Wir Schwestern drei, wir Schönen“, Goldbekhaus
Kritik / Schauspiel

„Wir Schwestern drei, wir Schönen“, Goldbekhaus

Zu Beginn spie­len sie Fangen um einen Tisch, an dem sie Momente später sitzen, um gedan­ken­ver­lo­ren aus vieler­lei Texten zu zitie­ren. Christa Krings und Vikto­ria Meien­burg stecken nicht einfach nur in histo­ri­sie­ren­den Klei­dern, sie strei­fen sich das Leben der drei Schwes­tern Brontë gleich­sam wie eine zweite Haut über – eine […]

Kritik / Schauspiel

„Pflugversuch“, Monsun Theater

Die öster­rei­chi­sche Regis­seu­rin Mari­anne Hautt­mann ist an der Frie­dens­al­lee in Altona keine Unbe­kannte mehr: Im Monsun Thea­ter insze­nierte sie jetzt zum zwei­ten Mal ein unge­wöhn­li­ches Stück ihres Lands­man­nes Volker Schmidt: „Pflug­ver­such“ – in deut­scher Erst­auf­füh­rung. Im Zentrum sehen wir einen land­flüch­ti­gen Bauern­sohn, der sich vor vielen Jahren entschlos­sen hat, sein […]

Antastasia Schwarzkopf
Kritik / Tanz & Performance

Kiosk mit breiter Angebotspalette

„Dancekiosk“, Hamburger Sprechwerk

„Verena, wann tanzen wir?“ So hieß eine der Produk­tio­nen, die auf dem Dance­ki­osk gezeigt wurden. Sie hätte als Motto des gesam­ten Festi­vals dienen können. Die Auffas­sun­gen von Tanz können sehr unter­schied­lich sein. Das bewie­sen die 16 Auffüh­run­gen - manch­mal prall­ten die Vorstel­lun­gen wie in der oben erwähn­ten sogar inner­halb einer Arbeit aufeinander.

Detlev Glanert & Luciano Garosi
Interview / Musiktheater

Was Komponisten die Welt angeht

Der Opernkomponist Detlev Glanert

1976 rich­tete der Kompo­nist Hans Werner Henze in der Toskana eine Baustelle ein – das Cantiere inter­na­zio­nale d’Arte di Monte­pul­ciano. Viel­leicht wollte er die Welt verän­dern, viel­leicht heraus­fin­den, ob Musik Welt über­haupt verän­dern kann.

Ernest Kirschkern
Kinder & Jugend / Kritik

Wie gut es ist zu vergessen

„Ernest oder wie man ihn vergisst“, deutschsprachige Erstaufführung, kirschkern & COMPES im Fundus Theater

Wenn es doch nur nicht immer so stau­ben würde! Fein wie Ster­nen­staub rieselt es von oben auf Yvonne (Judith Compes) und Marie-Louise (Sabine Dahl­haus) herun­ter. „Ernest oder wie man ihn vergisst“ von Ahmed Madani (aus dem Fran­zö­si­schen von Andreas Jandl) ist die Geschichte zweier altern­der Zirkus­ar­tis­tin­nen, die auf die Rück­kehr von Direk­tor Ernest warten.

Schätze finden und heben
Interview / Kinder & Jugend

Schätze finden und heben

Judith Compes über Humor, Inspiration und Vertrauen

Seit 2007 gibt es den mit insge­samt 10000 Euro dotier­ten Hambur­ger Kinder­thea­ter­preis, gestif­tet von der Gesell­schaft Harmo­nie in Koope­ra­tion mit der Hambur­gi­schen Kultur­stif­tung. Mit dem Preis sollen alle zwei Jahre drei „heraus­ra­gende Produk­tio­nen der freien Kinder­thea­ter­szene Hamburgs ausge­zeich­net werden, die durch Origi­na­li­tät und Quali­tät über­zeu­gen und damit neue künst­le­ri­sche Impulse setzen.

Elfen im Park
Kritik / Schauspiel

Speed-Soap im Wohlerspark

„Dynasty – Der Nibelungen-Clan“, Elfen im Park

Zum Schluss kommt es raus: Nicht die Thea­ter­fas­sung der „Nibe­lun­gen“ von Fried­rich Hebbel war das Vorbild für den „Nibe­lun­gen-Clan”, sondern Sekun­där­li­te­ra­tur zu den Denver- und Dallas-Clans. So plat­zier­ten die Elfen dieses Mal eine Soap zwischen die Bäume und Grab­steine in den Wohlers Park, die alles zu bieten hatte. Elfen im Park